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Les compositeurs de musiques de films

Musiques de films

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La critique de film d'Alix

Critiques de films

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Le Top 100 des plus belles musiques de films

Les 100 + belles BO de films

Est-ce possible ? Possible, oui bien sûr mais raisonnable, beaucoup moins.

Offener Brief an den Ministerpräsidenten von Kanada


« Die Worte sind hart und die Sätze gewaltig. Aber nie so sehr wie die damit denunzierten die Taten » FXC

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

Einmal mehr muss ich feststellen, dass es mit der grausamen Jagd auf Jungrobben, die eigentlich längst zur Vergangenheit zählen sollte, in Ihrem wunderbaren Land weitergeht. Wie können Sie ein so perverses Vorgehen nimmer noch zulassen und nach wie vor die Genehmigung für die Barbarei erteilen – und dies sogar fördern! – nur aus gemeinen finanziellen und parteilichen Gründen? Sie behaupten, an der Spitze eines zivilisierten, modernen Landes zu stehen, sich der Verantwortung bewusst zu sein, die der Mensch übernehmen muss, um unsere Umwelt zu erhalten, Sie aber beweisen eher Mutlosigkeit als Charakterstärke, bevorzugen der mehrheitlichen Meinung lieber einflussreiche Lobbys, haben den Tod lieber als das Leben: anstatt als tolerante, großmütige und verständnisvolle Regierung mit gutem Beispiel voranzugehen und zu zeigen, dass sie sich ihrer Kompetenzen und ihrer Autorität sicher ist, dass sie das Gute vom Bösen zu unterscheiden und die allgemeinen Rechte durchzusetzen versteht, anstatt den kommenden Generationen beispielgebend voranzugehen und den einzigen Weg einzuschlagen, der es der Menschheit, der Tier- und der Pflanzenwelt erlauben wird, auf unserem Planeten zu überleben, nämlich das Recht auf ein freies und glückliches Leben, auch wenn es sich um eine Jungrobbe handelt, zu unterstützen, stattdessen entscheiden Sie sich eindeutig dafür, sich wegen Ihres schauerlichen Verhaltens der Natur und der Tierwelt gegenüber mit der Weltöffentlichkeit zu verfeinden und Ihr Land auf die Anklagebank zu schicken. Meine Familie, meine Freunde, meine Bekannten und Arbeitskollegen sind von Ihrer altmodischen Haltung dermaßen schockiert und angeekelt, dass wir uns ernsthaft die Frage stellen, ob Ihr Land wirklich noch ein prachtvoller Staat und eine bedeutende Demokratie ist. Sie können sich darauf verlassen, Herr Ministerpräsident, dass ich all diese Personen (und andere mehr, Sie dürfen mit meinem geringen, aber wirksamen Einfluss rechnen) dazu bewegen werde, auf die eine oder andere, aber auf sichere, legale und bestimmte Weise Ablehnung und Empörung Ihrer Nachlässigkeit gegenüber zum Ausdruck zu bringen. Die Überzeugung einer guten und dringenden Sache zu dienen, führt zu vielen Ausschweifungen, und Sie werden sich dessen schließlich und endlich bewusst werden, und es vor allem einkalkulieren und richtigstellen müssen. Wie viele unschuldige und friedfertige Geschöpfe werden aber in der Zwischenzeit geschlachtet und massakriert werden?

Herr Ministerpräsident, ich glaube allen Ernstes, dass die weitere Zulassung der Robbenjagd in Kanada für Sie und Ihre Regierung, und damit für das ganze Land (einschlieβlich Québec natürlich) schlimme und ernsthafte Auswirkungen in der Wirtschaft und im Marketing-Bereich sowie auf finanzieller Ebene nach sich ziehen wird. Das sind also eine ganze Reihe Argumente, die Sie vielleicht nur in Bezug auf das einzige Gesetz sehen, das in Ihren Augen zählt, nämlich das der ‘Wirtschaft’, kurz gesagt, das des Geldes und der individuellen Interessen. Die uralten Praktiken gewisser Lebensgemeinschaften sind heute nicht mehr angesagt, denn warum sonst wurden die Privilegien aufgehoben? Warum wurden die Guillotine, das Schafott, die Vierteilung, der Scheiterhaufen, die Steinigung, die Kreuzigung abgeschafft? In der Bevölkerung waren das auch je nach Ort fest verankerte Traditionen des täglichen Lebens, paradoxerweise war das Überleben ganzer Familien davon abhängig, diese Praktiken hatten also auch ihre erbitterten Anhänger… Zum Glück gab es Leute, die dagegen waren, und so kam es zur Revolution… Was uns betrifft, so ist die Hoffnung vielleicht doch nicht in unendliche Ferne gerückt.

Herr Ministerpräsident, warum wurden Kanadier an den Strand der Normandie geschickt, um Frankreich, Europa und die Welt vom entsetzlichen Joch des Nazismus zu befreien, wenn stattdessen eine andere, genauso schändliche Form von Barbarei zugelassen wird, nämlich ein neuerliches Massaker von Unschuldigen, auch wenn es sich um Tiere handelt? Ja, ich wage es, das Verhalten eines Mannes, der in der Lage ist, ohne schlechtes Gewissen und ohne mit der Wimper zu zucken einen Haken in den Schädel einer verängstigten Jungrobbe zu bohren, mit der Ergötzung des Nazioffiziers zu vergleichen, der einen Deportierten heuchlerisch aufforderte, unter die Dusche zu gehen: « das wird Ihnen guttun » sagte er ihm… Ja, ich wage es, die Nichteinmischung Ihrer Regierung, Ihre Stellungnahmen zu dieser Frage und die jämmerlichen Gründe, die Sie vorbringen, um Ihre Taubheit dem Aufschrei der Bevölkerung gegenüber zu rechtfertigen, mit der Gleichgültigkeit und der wohlmeinenden, tödlichen wirkenden Nachlässigkeit der getäuschten Regierungsmitglieder zu vergleichen, die nur die idyllischen Versprechungen für eine bessere Welt sahen, die ein gewisser mörderischer Diktator gemacht hatte, der jedoch mit den lieben Kleinen, die er zärtlich in seine Arme nahm, so nett war… Ja, die Vorgehensweisen ähneln sich, denn sie beruhen auf demselben kaltblütigen Kalkül, das nicht das geringste Gefühl kennt, d.h. es werden alle möglichen Vorwände benutzt, um Gewalt und Aggression zu rechtfertigen, und das ist ein Verhalten, das auf eine ganz abartige, krankhafte und korrupte Geisteshaltung zurückzuführen ist. Jede Form von Gemetzel zu genehmigen, die Augen zu verschlieβen und seine Aufmerksamkeit von der Ungerechtigkeit abzuwenden, lässt an einem Verbrechen schuldig werden und führt eines Tages vor das Gericht der Gerechten. Der Welt schaut auf Sie und sanktioniert Ihr Verhalten, Herr Ministerpräsident, weit mehr als Sie es ahnen können. Lässt Sie das auch gleichgültig?

Herr Ministerpräsident, Frankreich, mein Land, hat nicht das Recht, den Rest der Welt zu belehren: der Stierkampf, der nur eine legale Schlachtshow ist, an der sich massenhaft Männer, Frauen und Kinder ergötzen; die Benutzung nicht konformer Fischernetze; die Legebatterien; die Hand voll Wölfe, die den Schäfer beunruhigen (dem man die nötigen Mittel zur Verfügung stellen sollte, um sich mit Hunden und Überwachungspersonal auszustatten); der Delphin, der den Urlauber (!) stört, und weitere Beispiele, schränken die Wirkung meiner hier auf das Papier gebrachten Forderungen ein. Ich bedeute so wenig im Vergleich zu den Vorsitzenden der Groβmächte, die die Entscheidungen treffen, die anscheinend die Einzigen sind, die „wissen, was zu tun ist“ und die das Privileg der „Verteidigung der nationalen Interessen“ besitzen. Die gegenwärtigen und zukünftigen Probleme betreffen die ganze Welt; diejenigen, welche das nicht verstanden haben, werden mit der Nabelschau weitermachen und auf alle Fälle das selbe Schicksal wie die übrige Menschheit erfahren, nämlich jenes, das die rachsüchtige Natur für uns bereithält. Gehören Sie, Herr Ministerpräsident, zu jenen, die intellektuelle Selbstbefriedigung betreiben, oder sind Sie wirklich intelligent und fähig, selbst nachzudenken und ein bisschen politischen Mut zu zeigen, indem Sie sich nicht von allen möglichen Leuten unter Druck setzen lassen? Setzen Sie sich doch wenigstens einmal in Ihrem Leben für eine gute Sache ein, machen Sie also Ihre Augen auf: die Robbenjagd muss verboten werden !
Ich mache mir natürlich überhaupt keine Illusion mit diesem Brief, den Sie, Herr Ministerpräsident wahrscheinlich nie lesen werden. Zu dieser Stunde handelt es sich jedoch um das Markenzeichen und den Ruf Ihres wunderschönen Landes, die schneller als Packeis in der Sonne dahinschmelzen und ich frage mich angesichts Ihrer mangelnden Menschlichkeit und Ihres mangelnden Mitgefühls für die Opfer der ungebärdeten Peiniger, wie Sie mit Ihren eigenen Familienmitgliedern und Freunden umgehen… Angesichts der geringen Achtung, die Sie für die Aufrechterhaltung des Lebens im Allgemeinen und ein zukünftiges friedliches Leben der Robben im Besonderen übrig haben, habe ich den Eindruck, dass Sie nicht das geringste Gefühl besitzen, das eines menschlichen Wesens des 21. Jahrhunderts würdig ist. Ich schäme mich für Ihre Wähler, ich weine wegen des Schicksals, das Sie den Jungrobben bescheren und ich habe nur wenig Mitleid für Ihre Feigheit, denn würden Sie Ihre Stellung mit Überzeugung vertreten, würde ich Sie gerne mit einem Pickel in der Hand sehen, wie Sie verbissen auf den Kopf einer Jungrobbe einschlagen. Könnten Sie es ohne Herzklopfen vor Ihren Kindern und Enkelkindern, vor laufenden Kameras oder auch nur im Geheimen tun? Gehören Sie wirklich zu denen oder sind Sie ein gewöhnlicher Helfershelfer, ein passiver Verbündeter, ein verächtlicher Zuschauer, denn, wenn das der Fall ist, schäme ich mich für Sie, ich schäme mich dafür, dass Sie ein Mann sind. Sie sind dessen nicht würdig.

Hochverachtungsvoll !
F.-X.C.

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Tierschutz : Nachrichten von der Front/aus erster Hand

 

  Bretagne, meine Breizh

 

Man kann nicht von der Bretagne reden ohne dabei an die Liebe zu denken. Die Liebe zum Meer, die Liebe zur Erde, die Liebe zum starken Wind. Die Bretagne setzt sich aus einer Reihe kleiner, natürlich oder künstlich begrenzter Länder zusammen: der Einzug des Christentums, die Überhandnahme des Französischen, der Tourismus, die Wirtschaft, die Strategie und andere intellektuelle Betrachtungsweisen haben schlieβlich die bretonischen Gegenden geprägt. Die Laune, die Handlungsbereitschaft, die Gedankenbildung, alles, was die Persönlichkeit des bretonischen Menschen ausmacht, hängt von seiner Umwelt und den natürlichen Elementen ab. Immer schon prägte der Lebensrahmen den individuellen Charakter, ganz gleich in welchem Land der Erde man wohnt, genauso wenig kann man in der Bretagne leben, ohne das Klima in Betracht zu  ziehen. Ja, in der Bretagne ist das Wetter oft schön. “An avel su ha gevred, mad d’ar houllo ha d’ar garged. Südwind und Südostwind sind entladenen genauso wie voll geladenen Schiffen günstig“. Man sollte sich trotzdem etwas zum Anziehen mitnehmen, Liebste, denn bei uns gibt es manchmal ein Sauwetter.

Wenn Westwind aufkommt und am Atlantik der Sturm ausbricht, der Schlechtwetter bringt, wenn eine ganze Reihe von Windstöβen einen Kumulonimbus nach dem anderen vorantreibt, diese riesigen Wasserdampffahnen, die eine Kaltfront ankündigen, das ja, das kann einem dann zusetzen. Die Seefischer fahren nicht hinaus, die Segelboote bleiben im Hafen, die Frachtschiffe suchen eine windgeschützte Stelle in der Bucht von Douarnenez, in der Rade de Brest oder im Aber Vrac’h, die Möven werden ins Landesinnere getrieben und am Ozean drauβen kommt eine herrliche Gischt auf. Die Böen haben verheerende Folgen und die Seemänner, die Herren des Meeres, wie sie Doktor Mével in seinem Buch genannt hat, jener Pariser, der am Beginn des letzten Jahrhunderts in Douarnenez gelandet ist und sich in das Land der Bretonen und seine Einwohner verliebt hat, die Seemänner also müssen sich den entfesselten Elementen stellen, wobei sie oft Opfer bringen, und manchmal sogar ihr Leben lassen. « Red eo gouzañv da gaoud skiant, labourad tenn da gaoud arhant. Man muss leiden, um Erfahrung zu machen, hart arbeiten, um Geld zu verdienen ».

Das Meer bringt Leid, es kann aber im Gegenteil auch Wohlbehagen erzeugen, indem es offene Menschen hervorbringt. Der bretonische Seemann verfügt über eine enorme Arbeitskapazität, da er sehr widerstandsfähig ist, aber er hat seinem Arbeitgeber, dem Meer, einen schweren Tribut gezahlt. Bereits in den 30er Jahren bricht er auf Schonern zum Fischfang auf, in Richtung Afrika bis Mauritanien hinunter, gleichzeitig treibt er von Lorient aus Handel mit Indien und Asien. Die bekannte Handelsgesellschaft An Oriant bringt der Stadt Berühmtheit. Ein weiterer, auβergewöhnlicher Erfolg, eine Versammlung von etwa tausend Schaluppen im Jahre 1900 in Rosmeur, erlaubt es Douarnenez, seine relative Armut hinter sich zu lassen;  der kleine Strand wird Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhundert zum Anlegeplatz und ermöglicht so die industrielle Verwertung des Fischbestandes. Die Konservenindustrie führt  dank der Appertisation, einem Sterilisierungsverfahren, das schon 1810 von Nicolas Appert erfunden worden war, zum erfolgreichen, kommerziellen Aufschwung der Stadt, und zwar mit den Sardinenkonserven, denn die Sardine ist ein so genannter allseitiger Fisch, der leicht zu fangen ist. Im Jahre 1924 kommt es dann zum groβen Streik mit seinem Zug von Arbeiterinnen, die schon im Alter von 11-12 Jahren wöchentlich 80 Stunden härtester Arbeit leisten. Ein französischer Fernsehfilm, der sich auf diese Ereignisse beruft, stellt diesen Zeitraum auf geniale Weise dar: ‘Penn sardines’ (2003), Produktion France 3 und Télescope audiovisuel (DVD derzeit im Handel erhältlich).

In erster Linie fordern die Frauen von Douarnenez verbesserte Arbeitsbedingungen, aber sie haben den festen Willen, das Ruder nicht aus der Hand zu geben, das bretonische Matriarchat ist ein Beweis dafür. Was die Bucht betrifft, so zeugen die Garum-Fässer der Römersiedlung Plomarc’h davon, dass es sich schon immer um einen fischreichen Ort gehandelt hat. “Leh ma’r mor ma’r peske. Wo es Meer gibt, gibt es Fische.“ Die Sardinen sowie ihre Artgenossen, die in frischem Zustand in repräsentative, kleine Dosen geschlichtet werden, werden in die ganze Welt exportiert, aber wer hat sie noch nicht gegessen?  Nur noch drei der im Jahre 1880 existierenden vierzig Fabriken stellen immer noch die berühmten Konserven her, nur noch drei, weil es keine Fische mehr gibt: nach der Periode des kleinen Küstenfischfangs und der Küstenschifffahrt, haben die Schaluppen mit ihren riesigen, viel zu engmaschigen Fangnetzen die Fischereigründe in kürzester Zeit geplündert. Ein Beweis mehr, dass man es vor jeder menschlichen Katastrophe verabsäumt, die Stimme der Vernunft zu hören. „Seul vui a vez, seul vui vez c’hoant, da zastum leve hag arhant. Je mehr Profit und Geld man  hat, desto mehr  möchte man davon.“

Die Warnhinweise und Empfehlungen gewissenhafter Seefischer hätten jedoch die Möglichkeit geboten, die Zukunft der Fische und des Fischfangs durch eine andere, vernünftigere Verwaltung zu retten. Zwar muss man auf wirtschaftlichem Gebiet mit der Konkurrenz der neuen Mitgliedsländer rechnen… Das groβe Unheil der Fischer besteht jetzt darin, dass die Quelle beinahe versiegt ist. Europa hat mithilfe der Kommission in Brüssel Quoten festgelegt und Prämien verteilt, damit Boote aus dem Verkehr genommen werden, d.h. die meisten der mit dem Meer verbundenen Tätigkeiten gehen jetzt eher in Richtung Segel- und Wassersport. Mehr Infos @ Port-musée de Douarnenez (Die Konserve der Penn-sardin). Die Entwicklung des Segel- und Wassersports ist noch nicht zu Ende und daher werden ohne Unterbrechung Häfen gebaut und dafür die bretonische Küste zuasphaltiert. Es sollte aufgrund der Entwicklung des Immobilienmarktes nicht soweit kommen, dass die Bretagne zu einer französischen Riviera mit einer Betonstadt nach der anderen wird. Das langsame Ende der Landwirtschaft mit dem sich daraus ergebenden Bauland führt trotz riesiger Kosten zur Konstruktion luxuriöser Privatvillen, und ganze Städte, deren Architektur mehr als zweifelhaft ist, tauchen da und dort am Land auf. In der Bretagne liegen nur einige Meter zwischen zwei ganz verschiedenen Welten, die sich jedoch gegenseitig unterstützen, wenn es darum geht, Naturelemente zu bewältigen: das Meer und das Land. Der Landwirt: Immer an der Arbeit, steht vor fünf Uhr früh auf, geht viel später als die Sonne schlafen (Mitternacht oder noch später).

Mit der Bindung an die nationale und internationale Politik wurde in den Siebziger Jahren die Flurbereinigung ins Leben gerufen. Hecken wurden niedergerissen, die Landschaft wurde radikal verändert, der bretonische Bocage beseitigt und die intensive Landwirtschaft gefördert. Der Heuwagen wurde als Brutkasten in den Hühnerstall delegiert, damit Platz für die riesigen Maschinen geschaffen werden konnte. Hatte denn einer die Wahl? Man musste doch produktiv sein oder man verschwand vom Erdboden… Um den Bauern den Zugang zur Modernität zu erleichtern, wurde die unumgängliche finanzielle Unterstützung geschaffen: Die Subvention! Obwohl sie für das Überleben der Landwirte und Bauern wegen der unlauteren Konkurrenz der Länder mit ausgebeuteten Arbeitskräften unerlässlich war, muss man zwanzig Jahre später die Fehler dieser katastrophalen Politik (Erosion, Überschwemmungen, Überproduktion, Verschwinden der Kleinbetriebe…) zugeben, und man fängt wieder von vorne an. Dafür werden wieder Hecken errichtet und nochmals Subventionen vergeben! Erst wurde die Entwicklung des Fischfangs subventioniert und dann sein Abbau. Die Flurbereinigung wurde stark subventioniert, und jetzt wird die Errichtung der Hecken subventioniert. Über wen macht man sich eigentlich lustig? „Al labourer a viskoaz, a zebr eur garg douar ar bloaz. Immer schon hat der Pflüger eine Fuhre Erde pro Jahr gegessen.“ Mehr Infos @ infos Bretagne.

Die landwirtschaftlichen Produkte aus der Bretagne sind vorzüglich, und wirklich, das Essen schmeckt doch verdammt gut in der Bretagne! Die traditionelle Speise sind nach wie vor die Crêpes. Dunkler Buchweizen oder heller Weizen im Nachtisch mit einem guten, trockenen Cidre und einem groβen Glas Milch : Unvergleichlich! Früher wusste der Konsument, was er in seinem Teller hatte. Er ging auf den Markt, um sich die Frischprodukte des Tages zu besorgen, er wusste, was er kaufte, und von wem… die Öffnung der Grenzen und die Globalisierung haben den einheimischen Markt, der mehr oder weniger gut funktionierte,  zusammenbrechen lassen, aber nach den Hormonen im Kalbfleisch, dem Rinderwahn, der Vogelgrippe, was wird noch auf uns zukommen? Man kann es sich leicht ausmalen, denn der Prozess ist schon weit fortgeschritten: Gen-Mais mit Antibiotika! Obst und Gemüse stammen aus allen Ländern der Welt und werden zu konkurrenzlosen Preisen mit dem Flugzeug importiert. Haben Sie noch nie in einen gerade erst aufgetauten Apfel, in geschmacklose Erdbeeren oder in desinfiziertes Gemüse gebissen? Die rettende Lösung kann also nur vom Konsumenten selbst kommen. Um bei ausschlieβlich bretonischen Produkten zu bleiben, essen Sie doch Erdbeeren aus Plougastel, Blumenkohl und Artischocken aus dem Gebiet von Léon, genieβen Sie frisch gelieferte Austern, Krustentiere und Langusten, kosten Sie Kuchen wie Far, Kouing Amann… „Ar pez a zo grêd gand ma zad, a zo grêd mad. Das, was mein Vater gemacht hat, ist gut gemacht.“

Der biologische Anbau (kurz Bio) bietet der Landwirtschaft die glückliche Umstellung auf einen wirtschaftlichen Markt, der in vollem Aufschwung ist, und das hat seinen guten Grund. „Roit d’ar zaout boued frêz, hag e savo dienn war al lêz. Ernährt die Kühe richtig, und die Milch wird kremig sein“. Wenn wir aber frischere und gesündere Produkte essen und zugleich die französischen Erzeuger respektieren wollen, sind wir bereit, den entsprechenden Preis dafür zu bezahlen? Ferien im Charterflugzeug, Diskontmärkte, Schleuderpreisangebote, Ausverkäufe, Sonderangebote, Werbegeschenke, Produkte „Made in China“, Fast-Food-Restaurants, das zähe Sandwich aus dem Imbiss, das Überspringen von Mahlzeiten… Jeder versucht, möglichst billig einzukaufen, und nimmt dabei in Kauf, sich zu vergiften oder magersüchtig zu werden. Wozu im dicken Luxus-Geländewagen oder im neuesten Familienauto für fünfundreiβigtausend Euro zwei Kilometer weiter fahren, um für sein Brot zwanzig Cent weniger auszugeben als beim Bäcker um die Ecke, zu dem man zu Fuβ gehen kann? Und wieder die Frage, über wen macht man sich eigentlich lustig? „ Mad ha buan, n’int ked unan. Gut und schnell sind zwei verschiedene Dinge.“

Der bretonischen Kultur geht es gut. Überall, bei der Musik genauso wie bei der Erschlieβung des künstlerischen, handwerklichen und speziellen  Kulturgutes des Landes, ist das Erlernen der Regionalsprache groβ angesagt. In Sachen Musik ist z.B. Glenmor, der einmalige, lebensnahe und engagierte Sänger, der ein guter Freund von Léo Ferré war, unvergesslich, genauso wie Stivell, Dan ar Braz und viele andere mehr, die einander ablösen und die Tradition aufrechterhalten. Das Bretonische war bis zur Einführung der französischen Sprache im 16. Jahrhundert jedermanns Muttersprache, und hätte seither ganz aussterben können, wenn nicht weiterhin ein starker und legitimer Wille bestünde, um ihm wieder einen ehrenhaften Platz und eine offizielle, anerkannte Existenz im allgemeinen Sprachgebrauch zu verschaffen.  Die Schwierigkeit, die auf dem Wege ist überwunden zu werden, kommt aber auch von der Sprache selbst, oder vielmehr von ihren vielfachen Varianten; sie ist je nach Ort anders, das im Finistère gesprochene Brezhoneg unterscheidet sich vom Gallo in Rennes… Die Sprache in Douarnenez mit ihrem köstlichen Akzent hat eine eigene Entwicklung durchgemacht, es ist eine wunderbare Mischung aus dem Bretonischem der Seefahrer, dem Bretonischen der Landbewohner und einem bildhaften Französisch. Die bretonische Sprache ist eine richtige, schöne und reichhaltige Sprache. Ein Grund mehr, um ihr einen eigenen Platz zu verschaffen. Dies wird bald Wirklichkeit werden. „ Neubeud tra, neubeud,  Inkin a ra neud. Nach und nach wird die Spindel zum Faden“ (was zu einem französischen Sprichwort geworden ist: Petit à petit, l’oiseau fait son nid – Federlein zu Federlein, endlich wird’s ein Deckbett sein – oder Beharrlichkeit führt zum Ziel. Anm. d. Ü.).

Noirmoutier, der Hafen l’Herbaudière’. Als die Arbeiterinnen noch mit den Sardinen ihr Brot verdienten… Die Fertigkeit der Penn Sardin (Sardinenköpfe) wurde exportiert und die ‚kleinen Hände’ der Einwohnerinnen von Douarnenez, zu denen jene von Marie-Josèphe Mathelin Monblanc gehörten, gingen 1920 ‚auf Saison’ –  weit weg von ihrer eigentlichen Fabrik (erste links in der Gruppe, sie ist 15 Jahre alt). Im Jahre 2005 wurde ihr 100. Geburtstag entsprechend gefeiert.

« Gant petra e ra ar voualc’h he neizh ? » Womit macht die Amsel ihr Nest ? « Gant he beg ! » Mit ihrem Schnabel !

Mehr Infos über das Büro der bretonischen Sprache (Office de la langue bretonne), ein einzigartiger öffentlicher Verein, klicken Sie bitte hier

Drapeau breton« Gwintomp ar Gwenn-ha-Du »  Hissen wir doch die Schwarz-Weiβe (die bretonische Fahne) «  Taol ’laez ! » Hisst sie hoch ! « Penn da greiz ! »  In See !

REFERENZEN :

– Proverbes et Dictons de Basse-Bretagne (Sprichwörter und Redensarten aus der Basse-Bretagne), von Yves LE BERRE und Jean LE DÛ, Verlag éditions ARMELINE, Tal-ar-Groas, route de l’Aber, 29160 CROZON, FRANKREICH.

– Le Breton de poche, ASSIMIL évasion, http://www.assimil.com

Mehr Infos zu den bretonischen Websites : Wunderbare Fotos und Reportagen über die nördliche Bretagne : armorance (persönliche Website)

 

 Der Krieg des Blauen Goldes

 

Wenn Soïg  ihrem Alter entsprechende, arglose Kinderfreuden genieβt, kann man sich die Frage stellen: “Aus welchen Gründen geht das menschliche Wesen auf seinen Untergang zu?“ Mehr als je zuvor gehen die aktuellen Konflikte auf Entbehrungen zurück, die mit der Privatisierung zusammenhängen. Wenn der Zugang zu einem lebensnotwendigen Vorrat von den zur Verfügung stehenden Mitteln abhängt, um ihn zu bekommen, führen die Einkommensunterschiede zwischen den Individuen früher oder später zu Kampf und Bruderzwist. Die Privilegien werden immer von jenen angefochten, die keine besitzen, ja sogar von jenen, die viel mehr davon besitzen, es handelt sich ganz einfach um eine Frage des sozialen Kampfes! Das Wasser ist zur wichtigsten Herausforderung geworden, von der das Überleben der Menschheit abhängt; wir wissen heute, dass wir nicht mehr Trinkwasser als früher die Römer zur Verfügung haben, es besteht aber ein wesentlicher Unterschied: 9 Milliarden Menschen werden ihren Durst mit einem Vorrat stillen müssen, der heutzutage immer verschmutzter ist. Als ob das nicht schon genug wäre, entstehen weitere Konflikte wegen der Erschöpfung der energiereichen, fossilen Vorräte, ganz zu schweigen von den Brandstiftungen, die unser Ökosystem zerstören. Damit gelangen wir zu den vier Elementen, die vor ungefähr 7 Millionen Jahren zu unserer Entstehung geführt haben (was mehr oder weniger die frühesten Spuren menschlichen Lebens betrifft), die Erde, das Wasser, das Feuer und die Luft. Fehlt eines dieser vier grundlegenden Elemente, mit denen sich die Natur ausgestattet hat und von denen wir tagtäglich profitieren (die vier Jahreszeiten symbolisieren dieses Quartett), verschwinden die drei anderen auf der Stelle. Wird zum Beispiel dem Boden das Wasser entzogen, verwandelt er sich sehr schnell in eine groβe Wüste: kein Leben ohne Wasser. Jetzt können wissen wir weder ein noch aus. Ausgezeichnete Wissenschaftler ermahnen uns recht häufig, allen voran der Astrophysiker Hubert Reeves, und vor ihm schon der Vulkanologe Haroun Tazieff. Es gibt noch viele Weitere, die ihre Kenntnisse im Medienbereich verbreiten, wie der beispielhafte Nicolas Hulot etwa. Trotzdem sollten Sie wissen, dass eine Milliarde zweihundert Millionen Menschen im Jahre 2006 keinen Zugang zu Wasser hatten und Männer, Frauen und Kinder ihre Tage damit verbringen müssen, das blaue Gold in entlegenen, verunreinigten Brunnen zu schöpfen, ein richtiger Leidensweg, der zu Dramen führt, deren Bedeutung wir uns in unserer Überfluss- und Wohlstandsgesellschaft nicht einmal vorstellen können.

Aber sehen Sie, der Preis dafür wird hoch sein! Die Kriege im Nahen Osten (Kriege im Plural, denn es handelt sich um tief verwurzelte, komplexe Situationen) sind der Kampf um den Zugang zu Wasser, sei es nun Süβwasser oder Salzwasser. Und bald schon werden die eigentlichen Gründe für diese Konflikte bei uns zu spüren sein, ein Krieg ohne Bomben hat übrigens schon angefangen. Wer ist mit seiner Wasserrechnung schon zufrieden ? Wer will schon mitten in grünen Algen schwimmen gehen? Warum konsumieren wir Franzosen riesige Mengen Flüssigkeiten von groβer Reinheit und ausgezeichnetem Geschmack… und das alles in Flaschen abgepackt, wo wir doch das Glück haben, durchaus trinkbares Wasser aus dem Wasserhahn in unseren Wohnungen zur Verfügung zu haben? Sogar die Toilettenspülung enthält lauter Trinkwasser, was den Ländern gegenüber, die an Wassermangel leiden, mehr als verächtlich ist; dieser Tatbestand ist ein wahrer Skandal! Wir schaffen unsere natürlichen Überschüsse mit Trinkwasser weg, anstatt unsere Erdenbrüder trinken zu lassen und ihnen ein Überleben zu sichern. Wir leisten uns Luxus und zwingen im gleichen Augenblick einen Groβteil der Menschheit zu verdursten. Wie sollen wir uns denn dann mit unserem herablassenden und durchaus grausamen Verhalten seitens der Völker, die ihrer miserablen Stellung nicht entfliehen können, Respekt verschaffen (wenn wir mit unserer, in vielerlei Hinsicht groβartigen Kultur schon keine Liebe ernten können)? Ja, die Menschheit wird verschwinden und ihre Gesellschaftsmodelle werden wegen der Privatisierungen zusammenbrechen: kein Wasser ohne Geld. Ist dies das unversöhnliche und kommerziell perfekte Prinzip, das die Geschäftswelt beherrscht? Ohne unverschämte Verschwendung hingegen und mit einer rigorosen, aber ehrlich geteilten Verwaltung des blauen Goldes könnten wir alle Zugang zu einem Lebensminimum haben. Alle. Ja, die Bürger der reichen Länder sind gut dran, wenn sie auf die Gesundheit der Armen trinken! Wo stand doch geschrieben, dass „Die Menschen frei und gleich an Rechten geboren sind und es bleiben? Gesellschaftliche Unterschiede dürfen nur im allgemeinen Nutzen begründet sein.“

Um die fossilen Vorräte ist es nicht besser bestellt. Der Mensch hat in nur wenigen Jahrhunderten die Rohstoffe geplündert, die durch einen Jahrtausende lang dauernden, langsamen, wunderbaren, natürlichen Prozess entstanden sind. Zerstören ist so viel leichter als aufbauen… Während seines bevorstehenden Untergangs macht der Mensch nun verzweifelte Versuche, nämlich Kohlendioxid in die tief unter der Erde gelegenen, erdölhaltigen, fast ausgetrockneten Schichten des kanadischen Bodens einzubringen. Nein, Sie träumen nicht, man pumpt sehr wohl Kohlendioxid in den Boden dieses schönen Landes! Eine ausgereift scheinende Technologie (es hat nur den Anschein, da wir mit Zauberlehrlingen Erfahrung haben) bietet seit vier Jahren die Möglichkeit, in Weyburn im Saskatchewan einige Millionen Tonnen CO² in tausendfünfhundert Meter Tiefe einzubringen. In der Nordsee, in Polen, in den Vereinigten Staaten sind es Milliarden, immer tiefer in den Erdboden geschickte Tonnen, die jeden Einzelnen unwiderruflich in ein angebranntes Rindersteak zwischen zwei Scheiben Kohlensäure produzierendes Hefebrot verwandeln! Wie weit wird die menschliche Perversion noch gehen? Die Industriellen sind weit von jedwedem Versuch entfernt, mit einfachen Lösungen die Probleme an ihrer Wurzel anzupacken (zum Beispiel gegen die Verschwendung zu kämpfen), sie finanzieren lieber Ersatzlösungen. Das ist normal, werden Sie mir sagen, sie sind keine Menschenliebhaber, bloβ diskrete, im Schatten kauernde Raubvögel, die das virtuelle Geld in Umlauf bringen und vermehren müssen. Wir müssen aber zugeben, dass die Geschäftswelt mitleidlos und gefühllos ist, wir müssen uns damit abfinden oder dagegen ankämpfen.

Somit können alle Verschmutzer weiter verschmutzen: wir werden ihnen Parzellen von Meeresplankton zum Kauf anbieten! Das Kohlendioxid wird nämlich an der Wasseroberfläche der Ozeane abgelagert und sinkt dann in die Tiefe, wo es vom Plankton aufgenommen wird; wenn Sie also von Anfang an wissen, dass ihre Fabrik einen bestimmten Prozentsatz schlechter Luft ausstoβen wird, Sie aber als Ersatz Parzellen guten Gewissens kaufen, die bei der Gelegenheit entstanden sind, können Sie weiterhin ungestraft zur Verschmutzung beitragen! Dieses machiavellistische Vorgehen ist bei den Wirtschaftsspezialisten sehr beliebt, weil sie sich wohl von den immensen Gewinnchancen, die gewisse skrupellose Investoren vorrechnen, angezogen fühlen. Das einzig Gute in einem weniger Angst einflöβenden Fall wäre die Tatsache, dass man sich sagen könnte, dass die diabolischen Geschäftemacher trotz ihrer kolossalen Profite am Ende ihrer im Reichtum schwelgenden Tage wie jeder andere auch in einem Loch landen werden. Obwohl dann in diesem Fall die Sargkiste mit massivem Gold ausgepolstert sein sollte… bis dann wird ihnen aber die Zukunft ihre Arme entgegen strecken: die Verschmutzung war noch nie so in Form !

Mehr Infos über den Ursprung des Menschen, bitte hier klicken.

Halt der Verschwendung! Infos für die Kinder…

Wisst ihr, wie sehr jeder Einzelne von uns die natürlichen Vorräte der Erde verschleudert? Natürlich scheinen die Anstrengungen jedes Einzelnen, um im Haushalt mit dem Wasser zu sparen, lächerlich, vergleichen wir sie mit dem Riesenverbrauch im Bereich der Industrie und der Landwirtschaft, wenn es aber jeder Franzose wirklich ernst nehmen würde, gewissenhaft, mit Methode und auf natürliche Weise herangehen würde, könnten auβergewöhnliche Einsparungen zum Wohle aller erzielt werden: die wertvollen Grundwasserspiegel sinken tatsächlich und die Menschen, diese Vampire, dürstet mehr als je zuvor nach Rohstoffen. Ein unverzeihliches Verhalten, das den Klügeren und Gewissenhafteren unter uns Lust macht, alles dranzusetzen, damit wir den Kampf um das blaue Gold gewinnen! Wisst ihr, dass 93% des Wassers, das in unserem Haus oder in unserer Wohnung benutzt wird, zu allem Möglichen, nur nicht zum Trinken verwendet wird (Reinigung, Waschmaschine, Wartung, sanitäre Einrichtungen, Körperhygiene)? Nur sieben Prozent dienen zur Nahrungsvorbereitung und werden von den Bewohnern und ihren Haustieren getrunken. Wisst ihr, dass Soïg in ihrer Badewanne 100 bis 200 Liter Trinkwasser ver(sch)wendet? Eine richtige Dusche ist genauso wirksam, wenn man sich waschen oder entspannen (oder Körper und Geist wecken) will, und es sind nicht mehr als 20 Liter dafür notwendig, vorausgesetzt natürlich, dass man das nicht mehrmals am Tag macht oder dabei einschläft… Genauso wie Soïg es morgens beim Zähneputzen macht oder wenn sich ihr Papa rasiert, lasst nicht das Wasser laufen und dreht den Wasserhahn zu!

Halt der Verschwendung! Infos für die Eltern… 

Nachdem Sie von Ihrer Umgebung erreicht haben, dass sie genauso verantwortlich handelt wie Sie, haben Sie schon mal ein gutes Gewissen, bevor Sie protestieren, um die gröβten Wasserverschwender dieser Welt zum Nachgeben zu bringen. Bringen Sie den Jüngsten bei, dass sie das kleinste Glied der Kette sind, dass die kleinen Flüsse aber die groβen Flüsse bilden, bieten Sie ihnen die bestmögliche Erziehung, um sie mit den Gesten vertraut zu machen, die die Menschheit retten werden, falls es nicht schon zu spät ist: die Tugend zum Beispiel. Wir müssen den Wasserhahn der Mutter Natur, der seit urdenklichen Zeiten ununterbrochen gelaufen ist, zudrehen; wir haben die Erde ausgebeutet und uns das Beste genommen, was sie uns zu bieten hatte, Vorsicht, die unerbittliche Rache kommt bestimmt! Die Quelle ist versiegt und der Anfang vom Ende steht vor der Tür: keine Zukunft ohne Wasser, siehe Text weiter oben. Machen Sie niemals eine Ausnahme von der Regel, seien Sie im Hinblick auf Wassersparmaβnahmen und Textauslegungen unnachgiebig und entschlossen, genau das brauchen die Kinder in erster Linie. Und in diesem Kampf um das blaue Gold, wie in jedem anderen auch, gibt es nur eins, was den Lauf der Geschichte beeinflussen kann: ‘Revolution!’. Es ist also Zeit, die Unsrige hier in Frankreich noch einmal zu machen, denn wir haben die Lehrsätze inzwischen vergessen, für welche vor nicht allzu langer Zeit die Köpfe gerollt sind…

 Weitere Informationsquellen :

Frankreich : Website Acme-eau Website Agir pour l’environnement

Marokko/Frankreich : Association Azekka

 

 Unterzeichnen Sie den Pakt für den Umweltschutz! 

 

Guten Tag. Ich habe den Pakt für Umweltschutz mit der Stiftung ‚Fondation Nicolas Hulot’ unterzeichnet, der sich darum bemüht, das natürliche Erbgut der Erde aufrechtzuerhalten und das Menschengeschlecht zu retten, da die Natur genauso wie der Mensch unweigerlich vor ihrem baldigen Ende stehen, wenn wir heute nicht konsequent handeln. Die Arbeitslosigkeit, die Wohnungskrise, das Offshoring, die sinkende Kaufkraft und andere groβe Probleme unserer Konsumgesellschaft, mit denen die Bürger und Bürgerinnen unseres Landes täglich konfrontiert werden, hängen zur Gänze von den kolossalen Umwälzungen ab, die durch die grundlegende Klimaänderung hervorgerufen worden sind. Wenn die ökologische Frage nicht energisch und weltweit angepackt wird, wird in den menschlichen Bereichen, die unser Leben bestimmen, nichts Effizientes und Dauerhaftes gemacht werden können. Die Wirtschaft, ein bei unseren Politikerinnen und Politikern so beliebtes Thema, wird nur dann einen Sinn haben, wenn die rasche Verschlechterung unseres Lebensrahmens in den Vordergrund gestellt wird. Die Wissenschaftler, die Klimatologen, die Astrophysiker, die Männer und Frauen, die seit Jahrzehnten in alle Länder der Erde reisen und mit der Natur in Kontakt sind, wissen, wie wenig Ahnung wir immer noch davon haben, was wirklich passiert. und dies verschlechtert sich mit immer gröβer werdender Geschwindigkeit. Das menschliche Wesen ist noch nie einer solchen Naturkatastrophe gegenübergestanden, die es selbst ausgelöst hat! Wir müssen jetzt das, was im Bereich Ökologie und Klima auf dem Spiel steht, in den Mittelpunkt der Diskussionen stellen: werden wir dabei zusehen, wie wir den Jüngsten unter uns ein schreckliches Erbe übergeben, das nicht auszuhalten und nicht zu meistern ist, oder sind wir bereit, unser Schicksal in die Hand zu nehmen? Sind wir wirklich intelligente und verantwortliche Wesen? Sind wir die Erben der Grottenbewohner von Lascaux, die Künstler waren, oder sind wir die Nachfahren des damaligen Diplodokus geworden, der ganz plötzlich verschwunden ist?

Wir richten uns deutlich und mit lauter Stimme ausdrücklich an die Kandidaten der im Frühling 2007 stattfindenden Präsidentschaftswahlen, indem wir den Pakt für den Umweltschutz von Nicolas Hulot unterstützen, so wie es auch schon 350 000 andere Personen getan haben. Millionen von uns sollten diesen Pakt unterzeichnen, denn jede und jeder von uns ist ein Tropfen, der den Ozean der Menschheit zum Umkippen bringt (6 Milliarden Menschen, bald werden es 9 sein); die Verstrickung der Weltprobleme, die Trockenheit, die Hungersnöte und die Mangelerscheinungen gibt es schon, und niemand wird davon verschont bleiben. Wenn es kein Trinkwasser mehr gibt, wenn wir der Kälte, der Hitzewelle und den Krankheiten nicht mehr die Stirn bieten können, dann wird niemand Schutz suchen können. Weder die Politikerinnen und Politiker, die sich bei ihren Reden und nicht eingehaltenen Versprechen verheddert haben, noch die Kinder, die in ihrem unbedarften kleinen Leben gefangen sind. Denn es geht sehr wohl darum : während wir uns fragen, welches weitere Geschenk wir unseren verwöhnten, verzogenen Kindern anlässlich dieser oder jener erfundenen oder kommerziellen Gelegenheit bieten könnten, gibt es nur ein paar Flugstunden von uns entfernt, andere kleine Wesen, die an Hunger oder Durst, wenn nicht aus Erschöpfung bei der Arbeit sterben. Das ist leider nichts Neues, es gibt aber einen groβen Unterschied, der uns jetzt jedoch zum Nachdenken bringen sollte: unsere lieben Kleinen werden auch ‘dran glauben’ müssen, und zwar sehr bald. Was wird Ihrer Meinung nach passieren ? Die Schlösser, die Mauern, die Zugbrücken, und die Gesetze, die wir wieder verabschieden werden, werden uns nicht vor dem Niedergang unserer Gesellschaft schützen, die sich durch unverschämte Verschwendung, Egoismus, immense, ungerechtfertigte Profite und ungleich verteiltes Reichtum auszeichnet.  Die letzten, Sicherheit bietenden Bollwerke werden von den Überlebenden jener Regionen gestürmt werden, die dem brutalen Klimawandel am meisten ausgesetzt sind. Der Exodus hat schon begonnen. Handelt es sich um den Entwurf eines Zukunftromans oder um einen Science-Fiction-Film? In den 50er-, 60er- und sogar 70er-Jahren hat man noch darüber gelächelt. Foto : Rohit Seth – Fotolia

Um die Wirklichkeit ist es jetzt im Jahre 2007 um Vieles schlechter bestellt, als es die sehr angeregten, Rahmen sprengenden Vorstellungen der Fantasten jener Jahre waren. Erinnern Sie sich doch an die radioaktive Wolke von Tschernobyl „Liebe Leute, Ihr könnt ruhig schlafen und gute Landluft atmen, die Wolken machen an der Grenze halt, es besteht keine Gefahr…“ Die Wolken sind bloβ einige Male rund um die Welt gewandert und haben dabei die radioaktiven Partikel am Boden abgelagert. Dabei hat man uns gar nicht alles gesagt… Werden wir noch lange passiv und unerschütterlich bleiben? Sind wir wieder zu Lämmern geworden, die sich gehorsam auf den Schlachthof führen lassen? Was haben wir von den grausamen Lektionen der unmittelbaren Vergangenheit gelernt? Der vierte Weltkrieg hat angefangen: jener der Menschheit gegen ihre Zerstörungswut. Unterzeichnen wir doch alle den Pakt, den ein intelligenter Mensch ausgearbeitet hat, der weiβ, wovon er spricht, ein Mensch, der Leute für sich gewonnen hat, die über die kritische Situation, die wir nicht mehr kontrollieren, sehr genau Bescheid wissen. Unterschreiben Sie den Pakt für den Umweltschutz von Nicolas Hulot und geben Sie die Nachricht weiter. Bieten wir doch den Völkern der Erde ein Beispiel, wie es den Franzosen in der Vergangenheit schon mit viel Erfolg gelungen war. Zeigen wir der Menschheit den Weg und ergreifen wir zusammen die einzige sich uns bietende Möglichkeit: eine neue Revolution! Sichern wir unser Überleben HEUTE und nicht morgen. Eine zweite Chance haben wir nicht.

François-Xavier Cuadrat, Violonist und Komponist, der Text lehnt sich an die Aufforderung von Nicolas Hulot, massenhaft den Pakt für Umweltschutz zu unterzeichnen. 

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Sag mir warum…

Hallo. Ich bin Yann, die Freunde nennen mich aber Yannick, was auf bretonisch „kleiner Yann“ heiβt. So klein bin ich nun aber auch nicht, ich verstehe sogar so Einiges von allen möglichen Dingen. Ich habe es gerne, wenn ich auf meine Fragen schnelle und gute Antworten bekomme, weil ich lernen und verstehen will. Ich mag, was schön ist, auch schöne Musik, ich möchte komponieren lernen. Ich möchte alles über alles wissen. Sag mir warum…

Hallo ! Ich heiβe Solenn und habe die Modernen Melodien sehr gerne. FX komponiert sie und er liebt die Tiere und die Natur, genauso wie ich. Das Leben am Land ist das richtige Leben. Ich hoffe, alles wird überall zum Besten werden, ich möchte in einer Welt ohne Krieg aufwachsen, ohne Gewalt, mit vielen, vielen glücklichen Menschen wie ich, die ich seit meinen frühesten Jahren glücklich bin. Ich bekomme aber Angst, sag mir warum… 

Guten Tag. Ich heiβe Ronan, bin zehn Jahre alt und möchte insbesondere wissen, wo ich später, wenn ich groβ bin, leben werde. Ich wünsche mir eine Welt, wo niemand mehr weder an Hunger noch an Durst leidet, wo wir uns alle ohne Eifersucht lieben und die Landschaft  und die Tiere, die dort leben, schützen. Mein Vater sagte mir, dass es früher überall im Garten Schmetterlinge, Fliegen und Schnecken gegeben hat. Ich sehe aber keinen einzigen davon. Sag mir warum…

 

...sie so schön ist 

Die Schönheit ist eine subjektive Vision des menschlichen Wesens. Eine Frau, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts als schön galt, würde heute nur noch für einen Schönheitswettbewerb gut sein, weil die Kriterien nicht mehr dieselben sind: wie noch nie zuvor ist Magerkeit, die an Magersucht grenzt, das neueste Kriterium für Schönheit. Wir sehen die Konsequenzen der Unbeständigkeit des Menschen nicht nur in der Fotografie, die Malerei ist dafür das beste Beispiel: denken Sie doch an die Gemälde und andere Meisterwerke, die in den Dreiβigerjahren verbrannt oder zerstört worden sind, weil sie einem Diktat jener Zeit entsprechend als „Entartete Kunst“ galten, wohingegen diese wundervollen Werke heutzutage von Millionen Menschen geschätzt werden und ein Vermögen wert sind, welch eine Revanche! Die Tiere erfahren die Schönheit nicht wie wir, zumindest nicht auf dieselbe Weise, und das aus einem einfachen Grund: sie sehen sie anders (hier geht es zur Website, die dieser interessanten Frage von einer technischen Seite her nachgeht).

Wenn der Hund seinen Herrn ansieht, egal wie er nun gerade aussieht oder angezogen ist, so findet er ihn immer schön, und umgekehrt findet dieser seinen Liebling einmalig; andere grundlegende Faktoren kommen zum Schönheitsbild hinzu, wie etwa Mode, Erziehung, Vorstellungskraft (die Fantasie, die Verdrängung, die Träume…), die Vorurteile, der Einfluss der Familie usw., lauter Kriterien, die uns alle beeinflussen, die aber bei jedem Einzelnen sehr verschieden sind. Und es ist noch viel komplizierter, ein wunderbares Mädchen kann im Alltag als sehr gewöhnlich gelten, wogegen es auf dem Foto eine wahre Schönheit ist und umgekehrt würde Ihnen diese prächtige Person, die neben Ihnen steht und ihn Ihnen Fantasien auslöst, auf Papier gebracht nicht einmal auffallen, weil sie nicht fotogen ist. Nun, es gibt Regeln, die auch im beruflichen Bereich gelten, und wenn Sie über eine gute Wahrnehmung der Dinge, Wissen, eine entsprechende Ausbildung, Erfahrung, aber auch kritischen Geist verfügen, dann können Sie es sich erlauben, über die Schönheit im Allgemeinen ein Urteil auszusprechen.

Im Bereich der Musik wird eine Melodie aufgrund verschiedener objektiver Elemente schön gefunden (siehe die jeweiligen Kapitel auf dieser Website), wobei die künstlerische Seite der Musik ohne intellektuelle Rechtfertigung durch und durch zu spüren ist – oder auch nicht. Somit kann eine Melodie, die von genau festgelegten, technischen Argumenten her als schön gilt, von einem mittelmäβigen Arrangement oder einer fürchterlichen Interpretationen massakriert werden, eine ganz einfache Melodie dagegen kann durch eben diese Komponenten, vorausgesetzt sie werden beherrscht, verherrlicht werden. Der Druck, der von unserer Umgebung ausgeübt wird, bestimmt auch die mehr oder weniger objektiven Kriterien, die unser Verhalten beeinflussen, das alles ist aber nicht so einfach; das Foto einer unbekleideten Person kann zum Beispiel in dem einen Land als fragwürdig betrachtet, ja sogar verboten werden, und in einem anderen je nach Kultur des Volkes und Toleranz der Behörden keine feindliche Reaktion hervorrufen.

In Frankreich ist zum Beispiel die Marianne mit ihrer entblöβten Brust das Symbol der Republik, und es ist schön, eine schöne Frauenbrust, das würde jedoch in bestimmten Ländern und Gemeinschaften, die zum Beispiel die weibliche Schönheit anders zum Ausdruck bringen würden, nicht so sein. Die Nudisten haben ihrem eigenen Körper sowie dem des Anderen gegenüber keine Komplexe; alle körperlichen Formen werden schön, da sie von allen akzeptiert werden, trotzdem können die Textil-Anhänger, wie man sagt, den Anblick nackter Leute sehr hässlich finden. Gewisse Leute sind auch der Meinung, dass die Schönheit vor allem eine innere Qualität ist. Wer kann also mit Sicherheit sagen, was schön ist und was nicht? Die (russischen) Kosmonauten, die (amerikanischen) Astronauten und die (europäischen) Spationauten haben diesen unglaublichen Anblick des blauen Planeten vom Weltraum aus entdeckt, weil sie sich hoch über unseren Köpfen aufgehalten haben: das, was sie gesehen haben, war einmalig, sie werden Schönheit nie wieder auf dieselbe Art und Weise empfinden können… Bleiben wir also tolerant, offen und akzeptieren wir doch die verschiedenen Standpunkte unterschiedlicher Schönheitsideale, vorausgesetzt, die grundlegende Dezenz, die Provokation, die Erotik und andere sichtbare und menschliche Faktoren werden auf ehrliche Weise und mit Verstand benutzt und der künstlerische Rahmen, die betroffenen Personen und das Gesetz, das die Regeln der Gemeinschaft festlegt, werden respektiert.

Eines der schönsten Lieder des französischen und französischsprachigen Varietees der letzten hundert Jahre heiβt „Elle était si jolie“ von Alain Barrière. Obwohl es aus dem Jahre 1963 stammt, steht es auch heute noch bei den Zuhörern an vorderer Stelle, die Melodie besteht nämlich aus einer ersten musikalische Phrase in Moll-Tonart (ist im Grunde genommen also  traurig),  und einer zweiten, die in der Paralleltonart in Dur geschrieben ist, und schlieβlich wieder in Moll übergeht  (für weitere Infos, lesen Sie bitte die Seiten ‚Anleitung zum Komponieren’ auf dieser Website). Diese Art, sich zur Dur-Tonart hin zu öffnen, ist wie ein Fenster, das in einer dunklen und wehmütigen Allgemeinstimmung auf eine Lichtung hinausgeht. Das ist also eine Art zu Komponieren, die immer sensationell ist, wenn auch auf unbewusste Weise, vor allem dann, wenn schöne Phrasen und schöne Instrumentalklänge hinzukommen. Lalo Schifrin hat bei der wunderbaren Musik zum Film „Cincinnati Kid“ mit Steve McQueen auch diese Aufeinanderfolge von Moll/Dur im Thema benutzt. An Beispielen, auch aus jüngster Zeit, fehlt es nicht: zum Beispiel das Lied « Derniers baisers“, das Laurent Voulzy in sein letztes Album aufgenommen hat… Ich glaube also, dass die Schönheit Regeln unterliegen, manipuliert und organisiert werden kann, dass aber das Talent erst den Unterschied ausmacht (das Talent des Künstlers und die Fähigkeiten des Zuhörers, es wahrzunehmen).

Die Hautfarbe hängt von der Pigmentierung ab, die gleichzeitig auf unsere Gene und auf die Sonneneinstrahlung zurückzuführen ist. Welcher Weiβe möchte nicht bräunen, um nach seinem Sommerurlaub auf dem feinen Sandstrand seine Freunde in Staunen zu versetzen? Wenn er sich pausenlos dem strahlend heiβen Gestirn aussetzt, wird der Weiβe schnell schwarz… und der schwarz gewordene bekommt einen Sonnenstich. Wir stammen alle von derselben Art ab, dem Homo sapiens; wir haben alle dieselben Gene und die Unterschiede zwischen den einzelnen Personen sind auf mehrere subjektive Faktoren zurückzuführen wie etwa Kultur, gesellschaftliche Zugehörigkeit zu einem bestimmten Land oder Staat, Schicksalsschläge im Falle der Auswanderung… und die Hautfarbe selbst: schwarz/schwarz, schwarz aber etwas weniger, weiβ/weiβ, blassrot, gelb, rot, grün, fluo… was macht das für einen Unterschied? Die ärgsten Rassisten haben sich auf die Hautfarbe festgelegt und auf den irrtümlichen Begriff, dass es zwischen den Menschen genetische Unterschiede gibt, was jedoch total falsch ist, Wissenschaft und Forschung haben bewiesen, dass dies eine reine Erfindung ist. Der Rassismus dient als Vorwand für alle möglichen, äuβerst hassvollen Ausfälle. Der Begriff menschliche Rasse ist nur etwas, im geistigen Sinne, Ungenaues, das jeder Begründung entbehrt, das vom Menschen erfunden wurde, um seine eigene Dummheit zu rechtfertigen, vor allem wenn sie extrem ausfällig wird. Wie viele Kriege und Völkermorde wurden schon im Namen der Aufrechterhaltung einer vermeintlichen, einer anderen gegenüber, höheren Rasse geführt und haben in Wirklichkeit als Vorwand dafür gedient, diese oder jene Gesellschaft von Individuen mit ihrem… fremdenfeindlichen Charakter zu schützen.

Eine andere Art Rassismus ist mit der Bibel entstanden, wo schon die Tiere in verschiedene Kategorien eingeteilt worden waren: jene mit gutem Fleisch, die unreinen usw. Sehr bald hat man das auch mit den Menschen gemacht: der eine lebt in Afrika, er ist also so und so, der andere lebt in Asien, ist also ganz anders… Der Einfluss der Religion hat auch keine Besserung gebracht, die Evangelisierung wurde in Amerika mit dem Revolver vorangetrieben und in der Bretagne erfolgte die Christianisierung, um nur dies eine Beispiel zu nennen, mit Hilfe von Stockhieben; wir dürfen nie vergessen, wie abscheulich die Indianer Amerikas behandelt wurden, wie Untermenschen, wie richtige Wilde, das wird in der Geschichte der Menschheit für immer als absolute Schandtat gelten. Um nochmals auf die einzelnen körperlichen Besonderheiten bestimmter Völker zurückzukommen, so stimmt es wohl, dass es verschiedene Typen von Individuen gibt: es ist klar zu sehen, dass ein Chinese und ein Europäer sich nicht ähnlich sind und dass sie verschiedene Gesichtszüge haben, deshalb wurde im Jahre 1795 eine Klassifizierung der sichtlich verschiedenen Personentypen in fünf Gruppen aufgestellt: die europäische, die afrikanische, die asiatische, die amerikanische und die malaiische Gruppe, deren Morphologie und Hautfarbe von der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft am selben Ort über einen langen Zeitraum hinweg abhängen: ein Franzose ist hauptsächlich deswegen Franzose, weil er von französischen Eltern geboren wurde, die in Frankreich leben, weil er französische Essgewohnheiten hat, auf französische Art lebt, darin wird er sich immer vom Thailänder zum Beispiel unterscheiden, der in Thailand von höchstwahrscheinlich thailändischen Eltern geboren wurde, der auf thailändische Art denkt und lebt.

Wenn ich mich auch wiederhole, aber ein Franzose und ein Thailänder sind auf keinen Fall genetisch verschieden, denn wir haben alle ein und dasselbe Gen gemeinsam, nämlich das Gen, welches das menschliche Wesen ausmacht. Diese unumgängliche Überlegung kommt leider nicht gegen den Rassismus in der Nachbarschaft, im Alltag an, jenem, der einem Teil der Bevölkerung das Leben versaut, weil einige unserer Landesgenossen und –genossinnen aus anderen Lebensgemeinschaften, aus anderen Ländern stammen… das ist die Folge verschiedener Kulturen, die einander nicht anerkennen und manchmal Konflikte auslösen, welche die Lebensweise betreffen sowie die Meinung darüber, wie eine Gesellschaft mit ihren Regeln und Werten funktionieren sollte. Beim Rassismus ist es die Intoleranz und die Unfähigkeit, sich in Frage zu stellen, die mehr Gewicht haben als die einfache Frage nach der Hautfarbe. Eines ist sicher: schlieβt man sich einer Gesellschaft oder einer Lebensgemeinschaft an, dann hat man sich eben an ihre Gesetze und Regelungen zu halten, auch wenn sie nicht perfekt sind oder wenn man sie ungerecht findet. Anders herum gesehen muss diese Gesellschaft oder Gemeinschaft auch alles tun, damit diese Person wie Ihresgleichen, wie ein vollständiges Mitglied behandelt wird. Diese Haltung ist notwendig, damit die Partnerschaft funktioniert, das heiβt also, jeder muss dem Anderen gegenüber Eingeständnisse machen. Zusammenleben und dabei den Anderen respektieren ohne sich zu verleugnen: das ist also eines der Dilemmas der menschlichen Natur, das in unserer Zeit und in unseren Gesellschaften zum Drehpunkt wird.

 

Sag mir wie… 

Yannick.  « Ich verstehe nicht, warum wir die Verschmutzung nicht aufhalten. Ich habe allen meinen Freunden beigebracht, aufzupassen, damit kein Wasser mehr verschwendet wird, keine Plastiktüten herumliegen, damit ihre Eltern mit dem Rauchen aufhören, das stinkt ja fürchterlich! Sogar bei den Groβen gibt es einige, die so ein schlimmes Zeug wie Drogen und das alles nehmen, die einen verrückt und krank machen, sie sind bescheuert! Ich glaube, man kann nicht zu alt sein, um ein wenig Verantwortung zu übernehmen und ein gescheiter Erwachsener zu werden: Sag mir, wie man es macht, damit man das erreicht.“

Solenn.« Das Meer ist wundervoll. Wenn ich im Wind stehe, bin ich ganz leicht, ich fliege fast, ich stelle mir vor, die Gallionsfigur auf dem Dreimaster zu sein, den ich in Douarnenez gesehen habe, ich bin die Verlobte des Helden auf dem Luxusschiff, das der untergehenden Sonne nachfährt. Ein super Film, der jedoch schlecht ausgeht, das Schiff sinkt und fast alle Leute sterben beim Klang der Violinen. Wegen eines riesigen Eisberges, der nicht bemerkt worden war, weil sich die Leute zu sehr amüsierten. Was wäre, würde die Erde auch Titanic heiβen? Sag mir, wie wir es dann angehen würden…»

Ronan.« Zu Hause essen wir Bio und wir sind sozusagen Vegetarier. Meine Mutter sagt, das ist zwar teurer, aber es ist wenigstens sicher: man tötet keine Tiere, man verschmutzt weder die Luft noch die Erde, noch das Wasser, wir kaufen auch nachhaltig ein, ein Handel, der niemandem zum Nachteil gereicht, das ist gut. Ich möchte allen sagen, es genauso zu machen und nicht mehr einfach irgendwas irgendwie zu essen. Ich möchte nicht aus eigener Schuld dick werden oder wegen künstlichen, mit Antibiotika gefälschten Nahrungsmitteln und Cola mit zuviel Zucker übergewichtig werden,  Sag mir, wie ich meine Freunde dazu bringen kann, besser zu essen…

…wir in Zukunft leben werden

Immer schon hat der Mensch versucht, über die Naturgesetze zu herrschen. Es ist äußerst erstaunlich, wenn man sieht, wie sehr er es darauf angelegt hat, im Laufe von Jahrtausenden die Leiter der Evolution zu erklimmen, um schließlich die herrschende Spezies zu werden. Ein unglaublicher Erfolg, der nicht auf Zufall beruht – er zeugt von seiner Entschlossenheit, einzig und allein ein Ziel zu verfolgen: Herr zu werden. Der Mensch hat das Feuer zu beherrschen gelernt, die Liebe entdeckt, die Kunst entwickelt, das Geld in Umlauf gebracht, das Rad erfunden, die Druckerei geschaffen, das Morsealphabet ausgedacht, Raketen gebaut, das Atom manipuliert und ist am Mond gelandet. Morgen möchte er gerne den Weltraum zwischen den Sternen überfallen, er steht jedoch schon vor großen Schwierigkeiten: wird er Zeit genug haben und wird er über die nötigen Mittel verfügen? Diese sich exponentiell steigernde Aktivität bringt viel zu viele Probleme mit sich, die menschliche Spezies vermehrt sich unvernünftig rasch und die moderne Welt der Fortpflanzungsmedizin hatte noch nie ein so hohes Niveau erreicht: die Lebensqualität des menschlichen Wesens, die erst nach und nach immer mehr Menschen weltweit zugänglich geworden ist, bringt andererseits eine irreversible Verschlechterung unseres Elements mit sich.

Ein Kind auf die Welt zu bringen ist ein Unterfangen, auf welches sich die jungen Erwachsenen der Industrieländer nicht gerne einlassen, deshalb werden den zukünftigen Eltern unerhörte Unterstützungen und Subventionen geboten, damit sie den Schritt machen können ohne zum Beispiel den Job zu verlieren. Anders verhält es sich in den Entwicklungsländern, wo die Nachkommenschaft einen grundlegenden, nämlich lebenswichtigen Wert hat (die Kinder werden für das Überleben der Familie und die alternden Eltern verantwortlich sein)… es ist aber immer wieder ein Teufelskreis: je mehr Kinder man hat, desto mehr konsumiert man, und je mehr man produziert, desto mehr Kinder macht man. Reagiert der Homo Sapiens im Bereich der Fortpflanzung seiner Art wie in allen anderen Bereichen menschlicher Aktivität bewusst oder aus unbewusstem Antrieb heraus? Man kann sich die Frage stellen, ob wir nicht total verrückt und dumm geworden sind, sodass wir uns in eine unmögliche Zwangslage gebracht haben: wir sind zu viele auf der Erde, die nicht jedem das Lebensniveau unserer modernen Konsumgesellschaft bieten kann.

Bei diesem traurigen Bild kommt noch eine philosophische Frage hinzu: das derzeitige Wirtschaftsmodell wurde auf Kosten der armen Länder erstellt, deren natürliche Reichtümer geplündert wurden, und weil der Mensch seinen Nächsten ausgebeutet hat und man damit bis zur Sklaverei, zur Kolonisierung, zur Unterdrückung der Völker, die sich in der Minderheit befinden usw. gegangen ist. Zählen wir zu den bewusst denkenden Menschen, dann können wir mit aller Vernunft sagen, dass der Mensch der schlimmste Feind des Menschen ist. Wie werden wir uns unter diesen Umständen aus dieser Lage retten, da die Lösung der gegenwärtigen Probleme der Menschheit und ihrer lebenswichtigen Umwelt vom Menschen abhängig ist, der sie jedoch selbst erzeugt hat? Für mehr Infos dazu @ homo sapiens. Es ist nicht leicht, eine Antwort auf die Frage ‘Wie werden wir in Zukunft leben?’ zu finden, auf politischer Ebene erfolgen derzeit zu viele Veränderungen. Trotzdem gibt es für die Zukunft, die uns bevorsteht, zwei Möglichkeiten, die einander gegenüber stehen und jede Hypothese hat Folgen, aber welche?

Erste Hypothese : die Weltbevölkerung nimmt weiterhin zu, wir sind 6 Milliarden und werden schon in ein paar Jahrzehnten 9 Milliarden sein.

Folge 1: wir pfeifen sowohl auf die aktuellen Praktiken des Welthandels als auch auf das Wachstum, das unseren Politikern so sehr am Herzen liegt, die Steigerung ins Unendliche wird zur Rarität lebenswichtiger Vorräte führen (Trinkwasser, Nahrung), die Rohstoffe werden nicht rechtzeitig ersetzt werden (Atom, Erdöl usw.), was wiederum aufgrund von Kriegen, Konflikten, und die dadurch unumgängliche gewordene Immigration (um dem Hunger, der Verschmutzung, der Klimaänderung zu entkommen) Chaos mit sich bringt und dazu führt, dass die kleinen Länder (Frankreich gehört auch dazu) ökonomisch und kulturell von den überbevölkerten Ländern verschlungen und aufgesaugt werden… es sieht ganz so aus, als wäre  diese vorerst hypothetische Situation schon jetzt weitgehend Wirklichkeit.

ODER Folge 2: wir rufen eine Art « Marshallplan in umgekehrter Richtung“ ins Leben, um also kolossale Geldmengen in Produktionsstillstand und Entwicklungsstop für jene zu investieren, die zu viel haben, und um das Lebensniveau jener zu erhöhen, die nichts oder wenig haben (medizinische Versorgung, Erziehung usw.). Mehr Infos dazu bei @ plan Marshall Hier nun ein einfaches Beispiel, wie man wirkungsvoll vorgehen kann, und das die Verschwendung den fehlenden Mitteln gegenüber deutlich macht: das Benutzungsverbot von Geländewagen einerseits (vielleicht die berufliche Nutzung im Hochgebirge ausgenommen) und andererseits der Bau von Trinkwasserbrunnen in jenen Gebieten, wo man schon allzu lange an Durst leidet. Dennoch würde eine spektakuläre Umkehrung der Situation der Menschheit nicht gewährleisten, davonzukommen, man muss nämlich auf energievolle und überzeugende Weise positive Effekte erzeugen, wobei man sich total dessen bewusst sein sollte, was tatsächlich für das Überleben unserer Art getan werden muss, diese Versuche könnten sehr groβe Bedeutung haben; die Hoffnung, dass ein zukünftiges Leben für unsere Kinder und Kindeskinder wieder möglich wird, würde sicher Berge von Energie versetzen, sodass wir nicht alle unter anarchischen Umständen untergehen. Auf alle Fälle werden wir, egal, was wir auch tun, uns weltweit dazu entschlieβen müssen, weniger Kinder in die Welt zu setzen, so geht’s einfach nicht weiter, die Orte, wo der Mensch noch gar nicht zerstörend eingegriffen hat, werden immer weniger, der Mensch ist einfach überall und das Aussterben sehr wichtiger Tierarten, die nicht mehr ruhig in ihren groβen, bisher verschont gebliebenen Lebensräumen leben können, zeugt davon. Adieu Ihr Elefanten, Nashörner, Tiger, und eure Kleinen… wenn keiner mehr da ist, werden wir es ja kapieren!

ODER Folge 3: die Kolonisierung anderer Planeten wird dringend notwendig, das führt aber auch zu einem unvorstellbaren finanziellen Aufwand, will man dieser Aufgabe gewachsen sein, die mit unserem derzeitigen Stand der Kenntnisse und der Technologie unmöglich ist, ganz zu schweigen von unserer Produktionskapazität, die ins Unendliche gesteigert werden müsste. Somit würde der Mensch mit der Entdeckung neuer Technologien und der Enthüllung der Geheimnisse des Universums mit Lichtgeschwindigkeit quer durch die Zeit hindurch die Lösung in der Hand haben, träumen kann man ja … Trotzdem: der Ursprung der Menschheit geht vielleicht auf Zellen zurück, die mit Rückständen und Staubteilchen von Asteroiden auf der Erde abgelagert worden waren, das würde bedeuten, dass wir womöglich selbst auβerirdische Wesen sind! Würden wir den Weltraum kolonisieren wäre es also nur eine Rückkehr zum Ursprung, eine interstellare Reise, die nur einem unberechenbar kleinen Teil von uns vorbehalten wäre; die glücklichen Inhaber einer Fahrkarte würden – das ist klar – strengstens ausgewählt werden und ihr Raumschiff wird keinesfalls das Raumschiff Enterprise des Kapitäns Picard sein, sondern einen weitaus folgenschwereren Namen tragen: Arche Noah! Weitere Infos dazu bei @ http://www.extrasolar-planets.com

Zweite Hypothese: die Weltbevölkerung steigt nicht mehr weiter an.

 Folge 1: diese Wirkung wird durch einen allgemeinen, allen Völkern gemeinsamen Willen erzielt, und durch eine Entscheidung, die von jedem gebilligt wird; wenn wir von jetzt an eine Höchstzahl von Babys pro Familie bestimmen, wie es schon in Asien gemacht wird, würde diese Maβnahme im Rahmen einer weltweiten Kontrolle gegen wirtschaftliche Verschwendung und Umverteilung der Reichtümer festgelegt werden. Zahlreiche Zukunftsromane und Science-Fiction-Filme haben sich dieses Themas vor langer Zeit angenommen, der bekannteste ist vielleicht „THX 1138“ von G. Lucas, der damals am Anfang seiner Karriere stand. Die Version « Rollerball » aus dem Jahre 1975 prangert die Vormachtstellung der übermächtigen Multinationalen an, „Brazil“ bringt den ganzen Verwaltungshorror nahe, „Jahr 2022… die überleben wollen“  beschreibt die Auswirkungen der Überbevölkerung und des Nahrungsmangels, „L’âge de cristal“ handelt von der Festsetzung einer Altersgrenze und dem Aufstand einer kleinen Gruppe von Einwohnern aus dem Dôme – es handelt sich um einen Film, dem in den Siebzigerjahren eine erfolgreiche Fernsehserie mit einer hervorragenden Musik von Laurence Rosenthal folgte: das alles kann man sich von Neuem ansehen, wenn die entsprechenden DVDs auf dem Markt sind, um die Tragweite eines Problems ermessen zu können, das durchaus nicht erst seit heute aufgezeigt wird! Die Geburtenkontrolle infolge einer Entscheidungsfindung würde nicht unmittelbar wirksam werden, man sollte also nicht damit warten, in den vorhin genannten Bereichen tätig zu werden (Umverteilung der Reichtümer, Unterbrechung der unnötigen Überproduktion, neue weltweite Handelsordnung usw.).

ODER Folge 2: dieser Fall würde durch einen Unfall eintreten, durch einen eisernen Willen zu töten oder aufgrund einer unvorhergesehenen Katastrophe, also eines Weltkrieges, einer Atombombe, einer Epidemie, die von einer heftigen, den stärksten Antibiotika gegenüber resistenten Mikrobe ausgelöst wird, aufgrund eines zerschellten Meteoriten oder einer anderen Katastrophe von unvorstellbarem Ausmaβ, die alle eine plötzliche Verringerung der Bevölkerung zur Folge hätten. Das ist entsetzlich. Jeder Krieg oder jede Katastrophe führt aber unmittelbar nach seinem Ende zu einem wirtschaftlichen Aufschwung und einer Wiederaufnahme der Produktion, das führt übrigens zur Frage nach den wahren Gründen, die globale und regionale Konflikte auslösen, weiterführen und beenden. Ein solches Ergebnis wäre keine Lösung und würde zu einem erneuten Bevölkerungszuwachs führen wie Phönix, der aus seiner Asche wieder neu ersteht!

Um zum Abschluss zu kommen und um auf die gestellte Frage eine Antwort zu geben – wir werden in Zukunft auf jene Art und Weise leben, wie wir es jetzt beschlieβen: entweder fahren wir weiter gegen die Wand und leiden immer mehr, oder wir führen eine radikale Änderung herbei. Die Wissenschaftler, Astrophysiker, Forscher und Beobachter der menschlichen Ruhelosigkeit wissen leider, woran sie sich zu halten haben. Eine kolossale Aufstandsbewegung der Weltbevölkerung in der Absicht, alles sofort zu ändern, würde vielleicht die notwendige Kraft, die Heil bringende Dynamik mit sich bringen, damit wir unser Ziel erreichen: die Menschheit retten! Die Modernen Melodien stellen kein politisches Programm dar und gehören keiner Denkfabrik oder Lobby an; Sie werden sich im Wald der französischen Präsidentschaftskandidaten für die Wahl im Frühling 2007 zurechtfinden müssen, um auf jene oder jenen zu stoβen, der in dieser Hinsicht korrekt denkt. Ihr Vorgehen wird belohnt werden, an Kandidaten fehlt es nicht. Unter ihnen gibt es sicher eine oder einen, die/der eine Änderung der Globalisierungswirtschaft ankündigen wird und anbieten wird, einen Beitrag zur Rettung der gesamten Menschheit zu leisten. Kurz gesagt, jene oder jener, die/der uns endlich ein richtiges, gutes und schönes politisches Programm verkaufen wird, das von allen erwartet wird. Er/sie wird von allen jenen begünstigt werden, die wie auch wir wissen, dass über das Schicksal des Planeten und infolgedessen unseres Überlebens und jenes unserer Kinder heute entschieden wird. Sicherlich nicht morgen. Dann wird es zu spät sein.

 Sag mir wo…

…sie sich verstecken werden können

. Seither Yannick.  „Ich liebe die Tiere. Wenn ich all das Leid sehe, das man ihnen zufügt, dann fange ich zu weinen an. Bei uns hat ein Delfin sein Zuhause, es ist Jean Floch, er ist sehr schön. Es ist eine reine Freude, das zu sehen, im Wasser ist er glücklich wie ein Kind, das dauernd spielen will. Er will mit den Leuten, die schwimmen, spielen. Meine Schwester, die mit dem Kajak rund um die Tristaninsel fährt, hat ihn berührt, hat ihn gestreichelt, sie haben zusammen geredetspricht sie pausenlos von ihm, sie ist ganz aufgeregt! Alle haben Jean Floch gern, er gehört jetzt zu unserer Familie. Er zeigt uns, dass das Meer in erster Linie denen gehört, die dort leben, und nicht den Landbewohnern. Meine Großmutter hat gesagt, dass es immer Delfinbänke in der Bucht von Douarnenez gegeben hat und dass der Seefischer und das Tier immer gut nebeneinander gelebt haben. Leider sieht man nur mehr vereinzelt welche, einsame Delfine, die Armen! Jean Floch stört aber ein paar Fischer, er zerreißt ihre Netze, ein paar Jachtbootsbesitzer finden ihn aggressiv, was natürlich nicht stimmt. Sie möchten ihn mit dem Gewehr töten, wie sie es wahrscheinlich vorher mit anderen Delfinen gemacht haben. Nicht alle Fischer und Jachtbootsbesitzer, nur ein paar, die dümmsten und die gemeinsten. Wenn sie ihn umbringen, wenn sie ihn einschläfern oder wenn sie ihn gefangen nehmen, um ihn in einem Aquarium einzusperren, würde meine Schwester das nicht aushalten, und ich selbst würde wahrscheinlich auch richtig aggressiv werden. Wir würden ihn rächen, wir haben es ihm versprochen. Kommt Jean Floch nicht zu nahe, sonst wehe! Ich habe die Petition unterschrieben und sag mir, wo ich jetzt mehr über Jean Floch erfahren kann.“ Mehr Infos bei @ Brest ouvert (Infos und Blog) und @ Ile de Groix (Infos, Presseartikel)

Solenn.: “Ich, ich hasse die Jäger. Gestern war es schrecklich. Bumm! Bumm! Man hörte die Gewehre überall im Tal. Meine Eltern haben mir verboten, wegzugehen, ich musste zum Spielen in der Nähe des Hauses bleiben, das ist nicht normal. Und der Lärm hörte nicht auf. Bumm! Bumm! Nach jedem Schuss schrie ich: „Verdammte Jäger!“ Meine Mutter hält es nicht aus, wenn ich das sage, mein Vater aber stubbst mich heimlich an, er ist so wie ich, er kann die Jäger auch nicht ausstehen. Ich verstehe nicht, wie man ein Vergnügen daran haben kann, ein Tier zu töten, das in Ruhe gelassen werden will und keinem was zuleide tut. Das ist mehr als gemein. Das ist einfach daneben. Im Supermarkt bekommt man alles zu essen, warum dann die Tiere am Land töten? Man muss den Tod und das alles furchtbar lieben und ich verstehe nicht, dass man es zulässt, dass Leute mit einem Gewehr, das töten kann, so gemein sind. Ich möchte auch, dass man keine Elefanten, Bären, Wölfe, Wale und Delfine mehr tötet. Es ist schrecklich, welch ein Leid man ihnen antut. Warum macht man das? Was kann ich tun, damit das aufhört? Ich habe zwei dicke Freunde, den Igel Mathieu und das Eichhörnchen Mon P’tit Coco (ich wollte ihn Poupette nennen, aber es ist ein Männchen). Sie leben im Wäldchen am Ende des Ackers. Verstehen Sie, welches Glück wir haben? Und die Jäger wollen ihnen wehtun? Sie schießen auf sie? Ich werde morgen meine Freunde besuchen und wenn sie nicht kommen, dann weiß ich nicht, wie ich das aushalten soll. Ich muss sie unbedingt finden! Sag mir, wo ich einen Apparat kaufen kann, so einen, den man in den Pyrenäen am Rücken der Bären befestigt hat, damit man immer weiß, wo sie sind und ob es ihnen gut geht.“

Ronan. „In meiner Familie lebt man der Natur nahe. Mein Vater liebt die reine Luft, meine Mutter mag nur das, was echt und natürlich ist, mein Bruder ist die ganze Zeit draußen; könnte er sein Bett in einem Park oder in einem Baum einrichten, wäre er begeistert. Jedes Mal, wenn wir die Möglichkeit haben, verlassen wir unsere Wohnung, im Frühjahr fahren wir aufs Land, im Sommer ans Meer und im Winter in die Berge. Der Herbst ist wunderbar in den Bergen, man müsste aber immer dort wohnen, um das total genießen zu können. Auch dort gibt es Jäger, ja sogar Wilderer. Früher war Jagen notwendig, man jagte, um etwas zu essen zu haben, man züchtete, um überleben zu können. Heute hat die Jagd keinen Daseinsgrund mehr, so denkt auch der Sohn des großen Jägers (!) Jean-Louis. Warum macht man immer noch so wie früher? Die Gewohnheiten sind dazu da, geändert zu werden, sonst langweilt man sich unendlich. Diejenigen, die sagen, dass Jagen eine Tradition ist, sollten den Brief von FX lesen, den er dem kanadischen Premierminister wegen der Jungrobben geschrieben hat. Die Traditionen des Stierkampfs, des Hahnenkampfs, der Hunde und Katzen, die man in China isst, der Papageien im Käfig, der Zigarette, der chemischen Spraydosen mit Insektenvertilgungsmitteln (wo es doch 100% reine Naturprodukte gibt), die Anti-Personen-Minen, auf welche die Kinder treten und dann lebenslänglich behindert sind, das alles wird mit „der Tradition“ gerechtfertigt, wer hat schon nicht seine eigene kleine Tradition? Die Jagd muss nun total verboten werden und die Schieβstände müssen gratis sein, damit jene, die die Schieβerei mögen, eine Gelegenheit dazu haben. Und derjenige, der ein groβes Vergnügen dabei hat, totes Fleisch in den Händen zu halten, der braucht ja nur eine Fleischhauerei aufzumachen, sag mir, wo ich eine für ihn finden kann, er wird sich dort sicher wohlfühlen.“

 

Der Jäger Jean-Louis macht einen Zeugenbericht. Berichterstattung. „Jagen ? Ich liebe das! Ich bereite mein Gewehr mehrere Monate im Voraus vor, das können Sie mir glauben, ich möchte den geliebten Gewehrlauf in der Sonne blitzen sehen. Meine Frau ist fast eifersüchtig, sosehr verhätschle ich meine liebe Waffe. Stimmt, an den ersten Tagen der Jagd bin ich dermaβen aufgeregt bei dem Gedanken, ein Tierchen zu fassen zu bekommen… Die Jagd verwandelt einen Mann – mit meinem geladenen Gewehr und meinem mir untertänigen dummen Hund habe ich im Morgentau der ersten frischen Septembertage das Gefühl, dass die Welt mir gehört. Das ist herrlich, einfach umwerfend. Ich marschiere also langsam dahin, bin ganz konzentriert und beobachte alles mit scharfem Auge. Und wenn sich endlich etwas bewegt, dann schieβe ich. Manchmal ziele ich, aber immer erst, wenn ich schon geschossen habe, das ist eine Frage von Technik und Effizienz. Man muss nämlich schnell reagieren, und ich bin ein richtiger Profi: ich schnuppere, ich schieβe, ich ziele, ich hole mir die Beute. Das, was beim Schieβen zählt, ist, das Opfer schnell zu töten. Ehrlich, zum Denken hat man keine Zeit, und zum Zielen schon gar nicht. Ich mag es nicht, die Tiere leiden zu sehen, wissen Sie, ich bin ein sehr feinfühliger Mensch, und wenn ich ein Tier dahinsiechen sehe, dann bricht mir das das Herz, also erledige ich es schnell mit dem Messer, wenn es nicht zu groß ist. Ich leiste gern saubere Arbeit und das ist auch für die Würde des Tieres eine gute Sache. Ich glaube, dass wir ihm wenigstens das schuldig sind, nämlich in Ehren zu sterben. Wenige meiner Kollegen gehen mit den Tieren so respektvoll um wie ich, und würden sie, die Tiere, wissen, wie ich bin, ja dann glaube ich, dass sie mich dazu auserwählen würden, um zu sterben, wie es sich gehört. Ich liebe die Tiere, ich respektiere sie alle. Ich bin ein richtiger Umweltschützer. »

„Wir arbeiten das ganze Jahr über mit den Kumpeln zusammen, um eine gute Jagdsaison vorzubereiten. Paulot züchtet zum Beispiel Waldschnepfen. Ein paar Wochen bevor die Jagd beginnt, lassen wir sie frei, Sie sollten sehen, wie sie wegfliegen, sie sind alle so glücklich, total frei zu sein, welch ein Glück sie doch haben! Sie entschlüpfen den Käfigen und fliegen mehrere Male im Kreise rund um uns herum, als ob sie uns danken wollten. Wissen Sie diesbezüglich eigentlich, dass ein Jäger seiner Beute eine Chance lässt? Vor allem, alle von uns schießen nicht so gut, es besteht also das Risiko, dass wir die ersten Ladungen verpulvern. Auch wenn man schießt und das Tier verletzt, kann es noch entkommen. Natürlich ist es selten, da unsere Hunde verrückt danach sind, sehen Sie, trotzdem ist es ehrlich, jeder hat eine Chance.“

„Eines Tages sagte mir mein Sohn (ein kleiner Stöpsel, seiner Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten, aber ich liebe sie alle beide): ‚Die Gefühle, die du beim Jagen hast: die Natur, der frühe Morgen, der Geruch, die Vorbereitung, die Freunde, die Rückkehr in die Jagdhütte, das alles sind zwar gute Gründe für das Jagen (denn die Jagd hat keinen Sinn mehr, wenn man sich davon ernähren will), warum aber nicht dein Jagdgewehr gegen einen Fotoapparat tauschen? Die gleichen Gefühle, dieselbe Treibjagd, dieselbe Befriedigung. Nur ohne tote Tiere.’ Er ist voller guter Absichten den Tierchen gegenüber, was aber mein Sohn mit seinen Fotos nie erfahren wird, ist das Vergnügen, das man hat, wenn man ein Tier umbringt. Es hat gelebt, es lebt nicht mehr: ich bin ein Gott! Wenn man das nicht mag, das Töten, wenn man beim Geruch und beim Anblick von Blut Ekel empfindet, dann natürlich, ja dann versteht man gar nichts davon und man geht auch nicht auf Jagd. Es ist ein göttlich gesegneter Augenblick, wenn das Tier am Boden mich mit seinen blutdurchtränkten Augen ansieht, dann sehe ich Liebe darin, die Liebe eines Tieres, das mir dankt, von mir getötet worden zu sein. Das ist eine Art Anerkennung, auf die ich viel Wert lege. Übrigens, wenn ich sehe, dass ich nichts erbeute, dann versuche ich, mir eine oder zwei Katzen unter den Nagel zu reißen, oder ein paar Meisen. Ich habe sogar schon einen Schwan und einen Reiher erledigt. Es gibt so viele, die auf den Feldern herumlaufen, und ich finde, das macht ein paar Schädlinge weniger. Es gibt zu viele Katzen, von den Raben und Igeln ganz zu schweigen; wenigstens die sehe ich langsam auf mich zukommen, vor allem dann, wenn ich meine Enttäuschung mit einer Flasche Traubensaft ertränkt habe…“

„Wir, die Jäger, die Bauern, die richtigen, die, die mit dem Gewehr umgehen können, wir lieben die Erde und die Natur. Wenn wir jagen, machen wir Ordnung bei den Tierarten, unsere Rolle ist es, die Fauna zu kontrollieren. Ein Tier weniger bedeutet mehr Platz und mehr Freiheit für die anderen. Mit unserer Aktion erhalten wir von Jahr zu Jahr das natürliche Gleichgewicht zwischen dem Menschen und den anderen Lebewesen. Wir sind die Wächter unseres einmaligen Ergbutes, wo sich der Mensch seit urdenklichen Zeiten als Meister behauptet hat. Und glauben Sie mir, nichts und niemand wird mir daran etwas ändern! So, jetzt wissen Sie Bescheid!…“

Erklärung des Karitativen Vereins der Tiere, Opfer der Saukerle der Weinbaugegenden (KVTOSW). Zeugenaussage. „Wir, die Kaninchen, Hasen, Vögel, Füchse und andere Tiere auf der Erde, die wir auf einem bestimmten Raum leben oder Zugtiere sind, erklären hiermit feierlich, dass wir nicht mehr wegen des Schrots aus den verschiedensten Jagdgewehren unser Leben lassen wollen. Die überall vorherrschende menschliche Tätigkeit verursacht unsere Krankheiten und rottet unsere Landesgenossen aus (Elefanten, Nashörner, Insekten, Delfine, Wale…), die Wälder verschwinden, das Wasser vergiftet unsere Kinder und die Nahrung wird knapp. Unser Lebensraum wird laufend kleiner bis er für immer verschwunden sein wird, nach dem Aussterben einer Art gibt es kein Zurück mehr. Wir haben keinen Platz mehr auf der Erde, die Menschen drängen sich schamlos überall hin, sie verfolgen uns. Wir werden alle sterben und das menschliche Wesen mit uns. Er wird zum Verlust des schönsten Geschenks führen, das uns das Universum gemacht hat: das Leben auf der Erde.

Früher war das das Paradies der Natur, jetzt werden wir alle im Schmutz verenden, den der Mensch auf dem einzigen blauen Planeten unseres gemeinsamen Erbgutes verursacht hat. Wir werden alle unter dem Kreuzfeuer hasserfüllter Wesen, zwischen den Zähnen der vierbeinigen Wachhunde verbluten und erfrieren, nur damit sadistische, mit Gewehren ausgestattete Menschen ihr Vergnügen haben. Der Mensch ist nur ein nichtsnutziges perverses Lebewesen, dessen Gehirn – durch den Gebrauch, den er davon macht – nicht mehr Intelligenz zeigt als eine Kellerassel. Es gibt aber einen großen Unterschied: das Insekt weiß nicht, dass es eines besitzt. Man kann ihm also nicht den Vorwurf machen, davon gegebenenfalls nicht Gebrauch zu machen. Mensch, du hast kein Herz, weder Glauben noch Moral, wir flehen dich nicht um Mitleid an. Du zeigst schon deinem Mitmenschen gegenüber wenig Gefühl, was also ein eventuelles Mitgefühl uns … der Tierwelt gegenüber angeht, so ist dir das mehr als schnurzegal. Mensch, wir können dich nur verachten.

Lasst uns jetzt in Frieden krepieren. Wir Tiere leben in totaler Not, und nur du bist Schuld daran. Das ist tragisch, dramatisch und pathetisch.“

Übersetzung dieser Website : Irene BESSON / Traduction allemande : Irene Besson – Paris, France

 

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